Ärzteoffensive für den Landkreis Osnabrück
Die CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Osnabrück will die medizinische Versorgung langfristig sichern und dem zunehmenden Ärzte- und Fachärztemangel entschlossen begegnen. Mit einer gezielten Ärzteoffensive sollen sowohl die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten als auch die Förderung des medizinischen Nachwuchses nachhaltig gestärkt werden.
Kern der Offensive ist die Weiterentwicklung der bestehenden Förderrichtlinie zur ärztlichen Versorgung. Die Kreisverwaltung soll beauftragt werden, die Richtlinie auf sinnvolle Ergänzungen zu prüfen und dem Kreistag entsprechende Vorschläge vorzulegen. Gleichzeitig setzt sich die CDU dafür ein, die hierfür vorgesehenen Mittel im Haushalt 2026 zu verdoppeln. Ziel ist es, finanzielle Hürden für eine Niederlassung im Landkreis Osnabrück abzubauen und den Standort im Wettbewerb um medizinisches Fachpersonal weiter zu stärken.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Medizinstudentinnen und -studenten. Nach der aktuellen Richtlinie richtet sich diese Förderung an Studierende der Humanmedizin, die ihr Studium in Vollzeit im europäischen Ausland absolvieren. Die Förderung beträgt derzeit 750 Euro pro Monat und kann für eine maximale Dauer von bis zu 72 Monaten gewährt werden.
Die Geförderten verpflichten sich nach Abschluss des Studiums, eine Facharztweiterbildung zu absolvieren, die zur Teilnahme an der ambulanten Versorgung berechtigt. Je drei Monate Förderung gehen dabei mit einer Verpflichtung von zwei Monaten ärztlicher Tätigkeit in der ambulanten Versorgung im Landkreis Osnabrück einher. Damit wird sichergestellt, dass die Förderung unmittelbar der regionalen medizinischen Versorgung zugutekommt.
„Die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten darf nicht an finanziellen Rahmenbedingungen scheitern“, betont der gesundheitspolitische Sprecher Andreas Quebbemann. „Mit der Ärzteoffensive setzen wir auf einen klaren Dreiklang aus frühzeitiger Förderung, verlässlichen Verpflichtungen und attraktiven Niederlassungsbedingungen“, so Quebbemann abschließend.
Die CDU-Kreistagsfraktion will diese erfolgreiche Nachwuchsförderung konsequent weiter ausbauen. Geplant ist, die Mittel für die Förderung von Medizinstudierenden im Haushalt 2026 zu verdoppeln und die Förderung künftig auch auf Studierende auszuweiten, die an privaten Universitäten in Deutschland Medizin studieren und dort teilweise erhebliche Studiengebühren tragen müssen. Damit trägt der Landkreis den veränderten Studienrealitäten Rechnung und erschließt zusätzliche Potenziale für die ärztliche Versorgung.
„Mit unserer Ärzteoffensive im Landkreis Osnabrück schaffen wir konkrete Anreize, damit sich wieder mehr Ärztinnen und Ärzte bei uns niederlassen – für eine wohnortnahe und verlässliche medizinische Versorgung der Menschen vor Ort“, betont der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Johannes Eichholz.